Baubericht Juni 2005


Die folgenden Arbeiten liefen keineswegs so unproblematisch ab, wie es den Eindruck hat. Zum einen stand das Kunstharz schon ziemlich lange bei mir im Regal - wenn das Preisschild noch DM zeigt und auf der Verpackung "1 Jahr lagerfähig" steht, kommt man doch ins Grübeln... letztlich konnte ich feststellen (mit Unterstützung einiger drmb-Mitglieder und einiger Versuche), dass das Harz selbst durchaus noch in Ordung war, lediglich der Härter hatte sich zersetzt und mit Hilfe einiger Fläschchen neuen Härters war dieses Thema gelöst; andererseits gab es immer wieder Stellen im Unterbau, die nicht ausreichend gegen das Harz geschützt waren und an denen das verwendete Styrodur angelöst wurde, hier musste nach Aushärtung des Harzes mit Spachtelmasse o.ä. nachgearbeitet und erneut gegossen werden. Tja, wer zu schnell arbeitet....

Etwas anderes soll auch noch erwähnt werden: Es ist sinnvoll, die Landschaft rund um ein Gewässer zunächst vollständig fertigzustellen, damit nicht die Wasseroberfläche begrast wird. Besonders zu beachten ist dies bei Verwendung von Polyesterharz, das oft an der Oberfläche klebrig bleibt (Ursache für diesen Effekt ist Oxydation des Harzes während des Aushärtens, dies kann durch entsprechenden Schutz mit Folien o.ä. vermieden werden; manchmal liegt es aber schlicht  an zu wenig Härterzugabe). Ggf. kann eine klebrige Oberfläche  mit einem Klarlack versiegelt werden.

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Der Untergrund wird vorbereitet: Oben ist der Styrodur-Untergrund mit Dispersionsfarbe vorgestrichen, in der Mitte und unten wurde auf einen Anstrich von Weißleim zunächst kleine runde Steinchen und dann fein gesiebter Quetschsand eingestreut und mit Woodland-Landschaftskleber - ein stark verdünnter Dispersionskleber -  übersprüht. Achtung: das später einzugießende Polyesterharz greift Styrodur an, der Untergrund muss also durchgehend vor direkter Berührung mit dem Harz geschützt sein! Da offenbar die Dämpfe des aushärtenden Harzes hier Auslöser sind, sind selbst dicke Dispersionsanstriche nicht ausreichend, idealerweise sollte eine Mischung aus Gips, Moltofill o.ä. und Farbe aufgebracht werden, die "selbsttragend" ist und auch bei Auflösung des darunter liegenden Styrodurs in Form bleibt.
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Das verwendete Material, "geeichtes" Katzenfutterdöschen und Injektionsspritze zur Abmessung der Komponenten.... Um das Mischungsverhältnis möglichst genau einzuhalten, werden die Döschen jeweils mit 50 ml Wasser gefüllt und der Wasserstand mit dem Fingernagel (kleine Delle ins Blech kneifen) markiert. Bei 2% = 1ml Härterzugabe reagiert das Polyesterharz mit der Anleitung entsprechenden Aushärtzeiten. Übrigens scheint das derzeit von Kreul erhältliche Harz eine andere Zusammensetzung zu haben, da jetzt deutlich kürzere Zeiten angegeben sind (nur mehr wenige Stunden statt 1-2 Tage), allerdings habe ich damit noch keine Erfahrungen.
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Als Umweltsünden wurden 2 alte Fässer und eine kaputte Badewanne wurden hier offenbar von Familie Preiser entsorgt....Die Teile wurden auf die erste Harzschicht gedrückt und mit der nächsten Schicht teilweise eingegossen. Da hier nur die obere Hälfte der Fässer und eine in der Mitte halbierte Badewanne verwendet wurden, entsteht der Eindruck größerer Wassertiefe.
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Versuche, mit Heißkleber Wasserfälle zu gestalten, sind nicht befriedigend verlaufen. Das Material ist viel zu milchig, um nach Wasser auszusehen. 
Die Mauern sind übrigens wieder mal aus Styrodur selbst graviert. Allerdings wären hier andere Materialien wie PU-Hartschaum oder auch Gips besser gewesen, da diese gegen das Polyester resistent(er) sind.
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Desto stimmungsvoller diese Lösung: auf zurechtgebogenen Streifen Zelluloid wurde Uhu-Hart aufgebracht und dick in Fallrichtung verschmiert, nach dem Aushärten wurde nochmals Kunstharz darübergegossen. Die Luftblasen im Klebstoff wirken an dieser Stelle echt.
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Die "Rollende Landstrasse" überquert Fluss und Strasse. Bei den Autos handelt es sich nicht um Linksverkehr; genauere Recherchen ergaben, dass der Ferrari-Fahrer sich hier in mehrfacher Hinsicht vorschriftswidrig verhalten hat: um seine Notdurft hinter dem Brückenlager verdeckt zu verrichten, hat er seinen Luxus-Schlitten mitten auf der Fahrbahn abgestellt und zwingt den VW zu einem Ausweichmanöver.
btw: die Brücke ist keineswegs nach oben verbogen, vielmehr ist das eine Verzerrung durch das Kamera-Objektiv....
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Sogar die Plastikschwäne fühlen sich in dem klaren Wasser wohl. Oben links hat jemand sein Schlauchboot geparkt...
Da mir der Wasserfall noch nicht gefiel, hier noch mit Farbe und etwas... Watte (!) nachbehandelt, kleine Watte-Fitzelchen ergeben die Struktur schäumenden Wassers - allerdings muss ich noch an der Technik feilen: hier wurde die Watte fein zerzupft erst mal an die gewünschte Stelle gedrückt und mit Sekundenkleber fixiert, da sich die Watte mit dem Kleber vollsaugt, geht aber ein Teil des Effekts wieder verloren... 

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