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Bausätze abgewandelt
Kitbashing und Altern
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So gut Modellgebäudebausätze auch sein mögen
- mehr Abwechslung und Vorbildtreue auf der Anlage verspricht das Altern
(farbliche Nachbehandlung) und Kitbashing (Abwandeln von Gebäudeformen).
Oft ist es auch nur so möglich, handelsübliche Bausätze
an eine zum gewählten Vorbild passende regionale Architektur anzupassen.
Diese Seite bezieht sich auf Gebäude, zu Fahrzeugen siehe "Altern
mit Pigmenten"
Nebenstehendes Beispiel: ein Kamin, gebastelt aus PS-Resten, Endadernhülsen
und einem Stück Alu-Folie als Blechumrahmung, erhöht die Wirkung
eines Daches ungemein.
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| Altern bzw. Einfärben |
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Bereits mit einfachen Massnahmen kann
man gute Wirkung erreichen. Nebenstehender Pola-Bausatz wurde mit der Airbrush
"übernebelt", also mit viel Luft und wenig braun-grüner Farbe
ein Hauch von Patina (die durchaus fleckig sein soll) auf die Wände
gebracht. Der typische Plastikglanz von Bausatzhäuschen wird dadurch
deutlich verringert. |
| Bauteile ergänzen |
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Hier wurde ein Erker aus einem Balsaklötzchen
geschnitzt und an die Hauswand geklebt, das Dach aus einem Rest Dachplatten
(PS). Durch Anklicken des Bildes ist mehr zu sehen, auch das Fenster über
dem Erker wurde nachträglich angebracht.
Fenstereinsätze fehlen hier noch, wie man sieht. |
| Gebäuedeformen ändern |
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Wie im Inneren dieses Häuschens zu sehen,
wurde dieses Gebäude aufgestockt - passend zugeschnittene PS-Platten
bilden ein zusätzliches Stockwerk und bedingen ein flacheres Dach.
Gleichzeitig sieht man die ursprüngliche (dunkelgrüne) Farbe
des Faller-Bausatzes, während aussen mit Dispersionsfarbe ein realistischeres
Gelb drübergeschmiert wurde.
Wer die Kosten nicht scheut, nimmt für eine solche Aufstockung
Wandteile eines identischen Bausatzes und hat so gleich die richtigen Fenster! |
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Hier obiges Häuschen, noch ohne Fenstereinsätze
und andere Details, in der Gesamtansicht. Das Haus soll mit mehreren anderen
einen Strassenzug bilden.
Wichtig in dem Zusammenhang: werden Farben zusammengemischt, sollte
man sich gut überlegen, ob noch Änderungen der Außenseite
erfolgen sollen - ansonsten muss man einzelne Stellen nachbessern und hat
den richtigen Farbton nicht mehr, was nicht schön aussieht.
Bewährt hat es sich bei mir, erst die Wände zu verkleben,
anzustreichen und dann die Fenster einzusetzen. |
| vollständiger Selbstbau |
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Dies wieder ein Beispiel für einen totalen
Selbstbau: ein Haus mit Laden und Arkaden im Erdgeschoss. Das Gebäude
wurde aus Balsaholz gebastelt, die Fenster lassen noch zu wünschen
übrig (genau und rechtwinklig gearbeitete Fensterausschnitte sind
übrigens mein Sorgenkind).
Das Dach wurde mit verschiedenen Dispersionsfarben graniert (bei dieser
Technik wird der Pinsel in möglichst dicke Farbe getaucht und die
Farbe weitgehend wieder abgewischt, bevor sie auf den zu färbenden
Gegenstand aufgebracht wird).
Die Sprossen der Fenster wurden einfach auf durchsichtiges Plastik (so
was findet man als Kragenverstärkung originalverpackter Herrenhemden)
mit einem Tipp-Ex-Stift aufgemalt, möglich ist auch der Druck mit
Thermotransferdruckern, soweit diese über weiße Farbe verfügen
(allerdings gibt es dabei Probleme mit der Haltbarkeit auf Folie).
Besser wäre natürlich, die Sprossen mit dünnen PS-Profilen
(z.B. Evergreen oder Plastruct) zu gestalten oder gleich (sofern man nicht
passende Fenster im Zubehörbereich findet) zu ätzen.
Weitere Beispiele für selbstgebaute Gebäude: Häuschen
am Bahnhof bzw. Bauernhäuser |
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Da natürlich immer wieder die Frage nach den verwendeten Produkten
auftaucht, hier noch einiges dazu:
Farben
Preiswert sind Dispersions-Abtönfarben (Wandfarbe) aus dem Baumarkt.
Sie lassen sich mit Wasser verdünnen und gut untereinander mischen.
Zum Airbrushen sind sie wohl weniger geeignet (zu große Pigmente),
daher ergeben sie auch relativ dicke Farbschichten (Details werden u.U.
zugeschmiert). Vor allem im Landschaftsbau für mich erste Wahl!
Ähnliche Eigenschaften haben Tempera-Farben, allerdings ist deren
Haftung auf Plastik schlechter, und sie sind auch nach dem Trocknen wieder
wasserlöslich. Temperafarben gibt es in Tuben und als "Tabletten"
(wie Wasserfarben), i.d.R. teurer als Dispersion.
Universell verwendbar sind die Waco-Farben auf Acrylbasis (in vielen
Bastlerläden zu finden, recht gut auch zum Figuren bemalen). Diese
Farben sind ebenfalls wasserverdünnbar, getrocknet wasserfest und
lassen sich bis zur Spritzfähigkeit (Airbrush) verdünnen. Die
Haftung auf Metall u. Kunststoff ist besser als die der Dispersion, aber
auch deutlich teurer.
Künstler-Acrylfarben in Tuben sind teuer, aber relativ dick (pastös)
und damit ergiebig, so dass sich der Preis wieder relativiert. Wie die
Waco-Farben für Detailbemalung empfehlenswert, z.B. Dachrinnen/Fallrohre,
Fenster etc.
Plaka-Farben (Kasein-Farben, ich erwähne Sie nur, weil konkret
danach gefragt wurde) sind natürlich auch geeignet, aber heute eher
im Kinder/Schulbereich zu finden (billig, wasserverdünnbar, ungiftig);
ausserdem werden Plaka-Farben passend zur Bezeichnung vorwiegend in kräftigen,
für unsere Zwecke weniger passenden Farbtönen angeboten.
Pigmente
Pigmente sind als Farbstoffe natürlich auch in den Farben enthalten,
können aber auch alleine in Pulverform (also ohne Bindemittel) eingesetzt
werden, soweit sie am Untergrund haften (auf Metall kaum geeignet). Es
können dabei sehr schöne Effekte erzielt werden (siehe z.B. meine
Pigmentseite). Mittlerweile sind Pigmente auch
im Modellbahn-Zubehör erhältlich (Asoa, Conrad), allerdings nur
in bestimmten, besonders Modellbahngeeigneten Farbtönen. Wer ein volles
Programm und Informationen dazu haben will, kann z.B. bei Kremer-Pigmente
nachsehen.
Im Prinzip das gleiche ist es, Buntstifte durch Schaben bzw. schleifen
zu pulversisieren (aber warum so umständlich).
Beizen
Beim Beizen ist der Färbungsvorgang etwas anders als beim Anstreichen:
Es handelt sich hier um lösliche Farbstoffe, die nicht als Schicht
auf dem Träger liegen, sondern in das Material eindringen (Holz) oder
dies chemisch verändern (Metalle). Beizen sind daher wässrig-dünn,
da keine Feststoffe enthalten sind. Im Modellbahnbereich sind Beizen z.B.
bei Holz (als Balken, Zaunlatten, Bretter) zweckmäßig, aber
auch Schotterbettungen, Sandhügel oder ähnliche Details sind
mit Beizen behandelbar (z.B. die Nachbildung von Ölflecken in einem
Fabrikhof).
Sonstiges
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