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Lichtsignale der FS selbstgebautVorbemerkungen
Die Vorlage:Zunächst beginnt man natürlich mit einer
einfachen Ausführung. Aber welche Maße hat ein solches Signal?
Ich hatte bei meiner Meranreise zwar zahlreiche Fotos geschossen, aber
nicht daran gedacht, Maße zu nehmen. Ich habe daher versucht, die
Abmessungen aufgrund eines Fotos zu rekonstruieren; naheliegend war dabei
ein Bild, auf dem ein Mann neben einem Signal stand. Aufgrund einer plausiblen
Körpergrösse wurden die Originalmaße und daraus die 1:87-Modellabmessungen
errechnet.
Mittlerweile habe ich unter http://www.irlanda2000.info das Gesuchte gefunden. Hier einige Maße: Scheibendurchmesser 70 cm Durchmesser der schwarzlackierten Innenseite 59cm Lichtauslass 20,5 cm Durchmesser Blendschirm 50 cm lang Höhe v. Boden bis Mittelpunkt Signalscheibe 4,30 m Als weitere Vorlagen dienten verschiedene Bilder, u.a. aus den Sonderheften "125 Jahre Brennerbahn" vom Eisenbahnjournal. Entsprechend den ermittelten Maßen habe ich mit Autosketch mehrere
Entwürfe gezeichnet (siehe Abbildung rechts), auf dieser Basis manches
"nach Gefühl" bzw. Bedarf angepasst, so die Lichtöffnung auf
3 mm wegen der verwendeten LED, der Durchmesser der Scheibe dementsprechend
geringfügig größer (11,5 mm statt 10 mm) und der Mastdurchmesser
2 mm, da ein 3mm-Messingrohr zu massiv wirkte. Originalmaße finden
Sie unter http://www.segnalifs.it!
Unten ein Screenshot einer solchen Zeichnung, die obere Scheibe wurde in diesem Fall weggelassen und der Mast entsprechend gekürzt. Achtung, die Masthöhe beträgt 87 mm, 67 mm ist der Abstand zwischen unterem Mastende und Seitenarm (Oberkante).
zum Bau:Gerade die Standardausführung mit dem Rundmast erfordert nur wenige Teile (siehe Stückliste):Der Rundmast wird aus einem 2-mm-Messing-Rohr gefertigt. Die Länge richtet sich nach dem Signaltyp (1, 2 oder 3 Scheiben, siehe hierzu wiederum die Beschreibung der Signalbilder). Ausleger: hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine Version ist aus 1,5 mm starkem Messingblech, das gemäß Vorlage zugesägt bzw. - gefeilt wird. Dabei wurde der Ständer für Signalscheibe bzw. Lampenkasten mit herausgeformt und rund zugefeilt. Bei einem anderen Exemplar wurde der Ausleger aus dünnem Messingblech geschnitten und der Ständer durch eine auf das untere LED-Bein aufgeschobene Isolierung (von einer dickeren Litze) nachgebildet. Weitere Signale werden ein dünnes Messingrohr (1,5mm) als Ständer erhalten. In allen Fällen wird der Ausleger an den Lampenmasten gelötet. Dabei können ggf. die Schellen durch dünne Messingstreifen oder Drahtstücke nachgebildet werden. Scheibe und Blende bestehen aus festem Alublech (wie z.B. für Fertiggerichte verwendet). Das Vorderteil der Scheibe wurde mit dem Laserdrucker auf Aufkleber gedruckt, auf die Alufolie geklebt und mit einer gewöhnlichen Schere ausgeschnitten. Ich habe für die Scheibe einen Durchmeser von 11,5 mm verwendet, maßstabsgetreu wären es 8 mm, was jedoch bei der verwendeten 3-mm-LED besser wirkt - der Original-Lichtauslass entspricht ca. 2,4 mm in H0, hier könnten SMD-Duo-LED's verwendet werden. Die Blende wurde gegenüber dem Original gekürzt (5,7 mm wären dies umgerechnet), da ja auf der Modellbahnanlage das Licht nicht nur aus Sicht des Lokführers sichtbar sein soll. Es bleibt natürlich dem Nachbauer überlassen, inwieweit er von den Originalmaßen abweicht; eine Bauanleitung von iTreni weist 10 mm Scheibendurchmesser (bei ebenfalls 3mm LED) aus. Die Blende wurde nach Einstecken der LED in die Scheibe über die
LED gesteckt und mit Sekundenkleber befestigt.
Als Lichtquelle findet eine Duo-LED mit 3 mm Durchmesser Verwendung, einer der Anschlüsse (es handelt sich hier um eine 2-polige Version, die durch Polwechsel geschaltet wird) wurde an den Ausleger gelötet (gleichzeitig "Halterung" des Signals), der andere an einen dünnen isolierten Draht. Abgedeckt wird das ganze von hinten durch ein "Lampengehäuse", so dass die Anschlüsse und Rückseite der LED nicht mehr sichtbar sind. Dazu wurden LED-Halterungen, die aus einer Telefonanlage ausgeschlachtet wurden, passend zugesägt und -gefeilt. Alternativ könnte der Lampenkasten z.B. aus einem Streifen festen Papier oder Plastik - zu einem Viereck geknickt - aufgeklebt und mit Stabilit Express ausgefüllt werden, nach dem Trocknen wird die Form zurechtgefeilt (Kanten abrunden bzw. anfasen). Das Lampengehäuse sollte nicht aus Metall bestehen, da sonst Kurzschlussgefahr wegen der LED-Beinchen besteht. Die schwarz-weissen Markierungen (siehe dazu die Signalbedeutungen!) am Masten wurden ebenfalls mit einem um das Messingrohr gewickelten, vorgedruckten Aufkleber erstellt, der gleichzeitig das Anschlusskabel fixiert (auch bei den Originalsignalen werden zumindest teilweise die Kabel aussen am Masten geführt). Mast, Ausleger und Scheibenrückseite sowie das Anschlusskabel sind hellgrau zu lackieren, die Blende und der Mittelteil der Scheibe mussten mit schwarzer Farbe nachgebessert werden, da der Sekundenkleber den Toner angelöst hatte. Hinweis: Bei der FS wird zwischen "Signalen 1. Ordnung" und "Warnsignalen" unterschieden, was in etwa Haupt- bzw. Vorsignal entspricht. Die schwarz-weissen Streifen kennzeichnen ein Signal als Warnsignal, während die Signale 1.Ordung einen unten schwarz, oben weiss lackierten Masten besitzen. Die Signale können bis zu 3 Scheiben tragen. Siehe dazu u.a. die unter Links aufgeführten Seiten! Ausserdem gibt es Signale mit runden und eckigen Scheiben, dabei sind diese gleichbedeutend: Die Form kennzeichnet jeweils den Standort, links stehende Signale (das ist die Regel) sind rund, rechts stehende quadratisch. Wichtig ist diese Unterscheidung vor allem bei mehreren Gleisen nebeneinander, um zu erkennen, welches Signal nun maßgebend ist.
Benötigte Werkzeuge:Schere, Metallsäge, eine feine Feile (Schlüsselfeile flach), Lötkolben und Elektroniklot, Bastelmesser und eine geeignete Unterlage. Ich bevorzuge dazu Graupappe, die farblich neutral ist und den Arbeitstisch vor Schnitten, Farb- bzw. Kleberflecken und Wutanfällen schützt.
EinbauDer Einbau erfolgt einfach mit einer Bohrung in die Grundplatte bzw. das Trassenbrett. Dabei sollte noch ein flacher Sockel (z.B. aus einem Holzstück, aber auch Mastfundamente der Sommerfeld-ÖBB-Oberleitung sind verwendbar) eingesetzt werden.Für die LED ist ein Vorwiderstand erforderlich. Zu beachten ist, dass - wie bereits erwähnt - zum Wechsel grün/rot eine Polwechselschaltung anzuschliessen ist, z.B. über ein bistabiles Relais. Will man alle möglichen Signalbilder ansteuern - insbesondere bei Signalen mit 2 oder 3 Scheiben - stellt sich die Elektronik als gewisse Herausforderung dar, da hier die verschiedensten Kombinationen auch mit wechselndem oder gleichzeitigem Blinken bestehen. Stückliste
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