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Peter Popp's ModellbahnweltMeine Anlage |
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Vorbild |
Wer mit der Modellbahn beginnt, wird sich früher oder später die Frage stellen: welches Vorbild soll gewählt werden? Aufgrund meines Hangs zu alpinen Landschaften, öfterer - größtenteils (leider) noch nicht vom Eisenbahn-Virus beeiträchtigter - Südtirolaufenthalte und einschlägiger Literatur - die Sonderhefte des EJ zum Jubiläum der Brennerbahn - fiel die Wahl auf die Brenner-Bahn. Welch Vermessenheit darin liegt, mag verständlich werden, wenn man die Einschnitte des Eisacktals mit Bahn, Fluß, Landstraße und Autobahn auch nur großzügigst in den H0-Maßstab umrechnet. | ||||
Hier
ein sehr beschränkter Blick auf die Landschaft im oberen Eisacktal.
Selbst Bäume mit 20-30 Metern Höhe - in H0 23-35 cm (!)
hoch - wirken hier nicht besonders groß.
Auch für andere Motive des Alpenraums, wie z.B. die Tauernbahn, gilt das gleiche. Ich will jedoch versuchen, eine 2-gleisige Hauptstrecke mit typischen Motiven der Brenner- und Tauernbahn zu kombinieren, wie z.B. eine Holzbrücke über den Eisack, ferner die Burg Branzoll oberhalb Klausen (ein Kibri-Modell) u.a. Für die Bahnhofsgestaltung ganz wichtig ist die Planung als fiktiver Systemwechselbahnhof. Dazu siehe weiter unten den Punkt "Besonderheiten der FS". |
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FS |
Hier soll kurz auf einige Besonderheiten der FS eingegangen werden,
die für die Umsetzung im Modell bedeutend sind: Während in Österreich
wie in Deutschland mit 15 KV AC gefahren wird, betreibt die FS ihre Bahnen
mit 3 KV DC. Daher müssen die Loks u.a. in den Bahnhöfen Brenner
und Tarviso getauscht werden (neueste Entwicklungen von Mehrsystemloks
machen diesen Tausch überflüssig, allerdings gibt es hier noch
- offensichtlich in erster Linie politische, aber auch bzw. deswegen Stückzahlenmäßige
- Probleme des Einsatzes). Durch den Systemwechsel ergeben sich zahlreiche
Rangierbewegungen, ausserdem ergibt sich der Vorteil, daß durch 2
Bahnverwaltungen auch die Auswahl der Fahrzeugmodelle größer
wird. Gerade die FS wird von den Modellbahnherstellern eher stiefmütterlich
behandelt.
Nicht nur die Versorgungsspannung ist anders, auch die Oberleitungskonstruktion (Masten, Ausleger) weicht deutlich von dem ab, was man aufgrund der Verbreitung in Deutschland und Österreich bei den Modellbahnherstellern findet. Sommerfeld hebt sich hier wohltuend ab und liefert neben D, A und CH auch Nachbauten der FS-Konstruktionen; allerdings fehlen hier die teilweise verwendeten Gitterbrücken. Interessant ist, wie man in Italien die Überspannung mehrerer Geleise löst: anstatt der bei uns üblichen Tragwerke gibt es hier einen etwas höheren Rundmasten mit entsprechend langen beidseitigen Rohrauslegern - eine Konstruktion, die weder elegant noch stabil wirkt, aber offensichlich funktioniert. Auffällig sind auch die Lichtsignale der FS, die im Prinzip aus einer runden oder eckigen Scheibe mit einem Lichtauslass bestehen. Ist die Scheibe rund, gilt das Signal für das rechts daneben liegende Gleis, ist die Scheibe quadratisch, gilt das Signal für das links danebenliegende Gleis. Die Signale besitzen meist einen Rundmasten, können aber auch an einer Signalbrücke befestigt sein. Beim Signallicht gibt es rot und grün für Halt bzw. Fahrt sowie verschiedene Kombinationen von Blinksignalen, dabei können an einem Masten bis zu 3 dieser Scheiben übereinander montiert sein. |
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Gleisplan |
Beim Gleisplan konkurrieren zwei feindliche Aspekte des Modellbahnhobbies:
während das Vorbild nach Platz schreit, wehrt sich der zur Verfügung
stehende Raum - bei mir ein Kellerzimmer mit 6,40 x 4,50 m sowie eine anschließende
kleine Werkstatt - sozusagen mit Händen und Füßen gegen
diese Ansprüche.
Kurz gesagt: der Raum ist immer zu klein! |
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Hier
der Grundriß des Kellerraums. Oben und rechts Fenster, links Zugang
vom Flur, unten die Türe zur Werkstatt.
Der schraffierte Bereich soll als "Verkehrsfläche" frei bleiben. Prinzipiell ergäbe sich so eine Anlage in L-Form. In Etwa sieht die Planung wie folgt aus: vorne in der Mitte der Bahnhof, nach links in den Tunnel, der den engen Radius verbirgt - evtl. mit Wendel, hinten (hier oben) an der Wand entlang die 2-gleisige Hauptstrecke, die im (möglichst) weiten Radius nach unten weiterverläuft (immer etwas geschwungen, wie es in Gebirgstälern erforderlich ist), unten rechts überquert die Strecke den vorher parallel verlaufenden Fluß und wendet dabei erst in einer Rechts-, dann in einer Linkskurve nach oben wo sie wieder in den Bahnhof führt. Eventuell soll der rechte untere Schenkel des L nur eingleisig geführt werden. |
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| Alternative Böckstein (Tauernbahn) | |||||
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Ein schematischer Gleisplan des Bahnhofs Böckstein, am Nordportal
des Tauern-Eisenbahn-Tunnels gelegen, brachte mich darauf, dass auf einem
solchen Gleisplan realistisch ein Systemwechsel durchgeführt werden
kann; ausserdem wollte ich die "Rola" (rollende Landstraße") mit
einbringen, das Verladegleis für die Tauernschleuse - bis zum Bau
der Tauernautobahn der schnellste Weg mit dem Auto von uns nach Kärnten
- würde so für die LKW-Verladung zweckentfremdet.
Ein Gleisplan findet sich u.a. im Roco-Report Nr. 41 als Anlagenvorschlag für Spur N. Als Besonderheit möchte ich zwischen Bahnhof und linker Tunneleinfahrt eine doppelte Gleisverbindung im Bogen einbauen, wie sie z.B. am Bahnhof Böckstein an der Nordeinfahrt des Tauerntunnels zu finden ist. Grob skizziert sieht das ungefähr so aus: |
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In Böckstein
ist links der Bahnhof, rechts geht es in den Tunnel. Befährt man das
obere linke Gleis weiter in den Bahnhof, zweigt davon nach oben das Verladegleis
für die Autoschleuse ab. Beim üblichen Linksverkehr muss also
ein von Süden (Mallnitz) her kommender Zug (also auf der Skizze
oben nach links fahrende) auf das rechte (obere) Gleis wechseln.
Güterzüge kommen aus links unten und kreuzen auf das in Fahrtrichtung linke Gleis (in der Skizze also rechts oben). Anmerkung: Anfang Juli 2000 kam es dabei zu einem Unfall, als eine Rola (Rollende Landstraße) dabei seitlich in den kreuzenden Auto-Überstellzug donnerte. Mittlerweile ist dieser Bereich total umgebaut worden, wie auch im Tunnel selbst umfangreiche Umbaumaßnahmen stattfinden (tiefergelegte Fahrbahn etc.). |
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Aufbau |
Hier einige Eräuterungen zum Aufbau meiner Anlage:
Aufgrund bisheriger Erfahrungen wird die Anlage in Segmenten aufgebaut. Dies erleichtert es, einzelne Teile zu transportieren oder auch nur zum Basteln nach draußen zu bringen. Den ursprünglichen Gedanke, diese Segmente zumindest teilweise austauschbar zu machen (modul-ähnlich genormte Stirnseiten) habe ich wieder verworfen - dies würde mich zu sehr von der Landschaftsgestaltung einschränken. Für die Segmentkästen wurde Sperrholz bzw. Tischlerplatte verwendet. Teilweise haben die Kästen eine durchgehende Grundplatte, auf die das Gelände aufgebaut wurde, teils nur Spanten - ich konnte mich noch nicht auf eine Bauweise festlegen. Die Beine sind aus gehobelten Kanthölzern mit 40x40 bzw. 50x50 mm Querschnitt, unten sind verstellbare Füßchen eingesetzt, die durch einfaches rein-bzw. rausschrauben eine präzise Höheneinstellung erlauben. Für den Landschaftsaufbau wurden die verschiedensten Methoden angewandt: teils aus verklebten und zugeschnittenen Styprodurplatten, teils aus Fliegengitter und Gipsbinden, auch Karton und Krepppapier / Leimüberzug sind zu finden. Die "perfekte" Bauweise habe ich noch nicht gefunden. Ansonsten wurde bzw. wird u.a. verarbeitet: Grasmatten von Noch, Silflor-Produkte (bislang noch wenig), Grasfasern verschiedener Hersteller (wobei ich die NOCH-Flasche nach wie vor für die optimale Lösung halte, wenn man nicht elektrostatisch beflockt), Heki-Flor, Sand, teilweise auch echte Steinchen, Gips, Dispersionsfarben und und und... ich bemühe mich auch, aus Kostengründen möglichst preiswerte Materialien einzusetzen bzw. Materialien wiederzuverwenden; der Zeitaufwand spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. |
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Elektrik |
Gesteuert wird die Anlage derzeit eigentlich noch gar nicht, gefahren
wird analog, nach der Umstellung von AC auf DC mit einem elektronischen
Fahrpult von Conrad, ein Bausatz für knapp 50,-- DM mit automatischer
Anfahr- und Bremsverzögerung - die allerdings meist abgeschaltet ist.
Mit diesem Fahrpult lassen sich die Loks (derzeit überwiegend Roco)
sehr gut regeln, durch die Verwendung eines 12-V-Trafos zur Stromversorgung
ist die Höchstgeschwindigkeit - abgesehen von Lima und ähnlichen
Raketen- zudem in Grenzen gehalten. Digitalisiert wird die Anlage sicher
einmal - wann steht derzeit noch in den Sternen. Gerade bei solchen Dingen
wie dem Systemwechsel, wo eine Lok mit der Rangierlok abgezogen wird, drängt
sich sich die Dititalsteuerung geradezu auf.
Das Steuerpultgehäuse ist aus Pressspan- bzw. Sperrholzplatten zusammengeschraubt und steht auf angeschraubten Stahlrohrfüßen mit Rollen unten dran. Allerdings ist die Konstruktion etwas wacklig, ich werde wohl ein kleines Schränkchen anstelle der Stahlrohrfüße bauen, das auch Raum für die wichtigsten Teile haben soll (z.B. Aufgleiser). Die Verbindungen mit dem Stell/Fahrpult werden teils mit Steckern aus ausgeschlachteten Computern hergestellt, neuere mit 25-poligen D-Sub-Steckern. |
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Bilder |
Bilder findest Du hier! | ||||
wird fortgesetzt
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Homepage |
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http://www.der-moba.de/ |